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Kirche an der Seite von Trauernden

Von Anne Christiane Lüters und Birgit Arndt

Menschen angesichts von Leid, Tod und Trauer nicht alleinzulassen, ist nach christlichem Verständnis gelebte Nächstenliebe. Sie drückt die Hoffnung aus: Gott will, dass Menschen leben – auch in der Trauer und über den Tod hinaus.

Nicht nur bei der Beerdigung selbst, auch in der Zeit der Trauer kann sich die evangelische Kirche als wichtiger Ansprechpartner für Trauernde erweisen. Gerade in den ersten Wochen, wenn Leere eintritt und der Schmerz über den Verlust einen geradezu überfällt, kann es tröstlich sein, eine Glaubensgemeinschaft aufzusuchen, oder auch nur zu wissen, dass es sie gibt. Auch ein Aufenthalt in einer offenen Kirche oder ein Gang zum Friedhof kann als wohltuend empfunden werden.

Neben diesen sehr offenen Möglichkeiten gibt es weitere, gezielte Angebote für Trauernde. Da der Markt an Trauerbegleitung durch Vereine, Organisationen oder Einzelpersonen recht unübersichtlich ist, empfiehlt es sich, sich bei Kirchengemeinden, Diakonie oder Hospizvereinen nach Angeboten vor Ort zu erkundigen.

Seelsorge und Beratung

Für Trauernde da zu sein, ihnen Trost und Hoffnung zu geben gehört von Anfang an zu den Aufgaben der christlichen Kirchen. Deshalb unterstützt und begleitet die Trauerseelsorge Menschen nach einem schweren Verlust.

Auch nach der Bestattung bleiben Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrer für trauernde Angehörige ansprechbar, bieten Beratung, leisten seelsorglichen Beistand und kommen nach einigen Wochen oft noch einmal vorbei.

Seelsorgerinnen und Seelsorger an Kliniken und Palliativstationen laden häufig Mitarbeitende und Angehörige zu einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Patienten ein. Oft bieten auch die Diakonie oder der Hospizverein vor Ort Beratung und Trauerbegleitung an.

In der Arbeitsgemeinschaft Trauerseelsorge haben sich alle Initiativen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) vernetzt, die Trauerbegleitung anbieten.

Trauergruppen und Cafés

Neben der seelsorglichen Begleitung und Beratung werden auch vermehrt offene oder geschlossene Trauergruppen und Trauercafés angeboten. Hier können sich Trauernde in einer angenehmen Atmosphäre mit Menschen austauschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.

Sowohl die Träger als auch die Form der Begegnung können sehr unterschiedlich sein: Bildungswerke und Kirchengemeinden, Diakonie oder Hospizvereine, aber auch private Träger bieten Trauergruppen an. Während Trauercafés eher offene Angebote sind, bitten manche Trauergruppen um Anmeldung, rechnen mit regelmäßiger Teilnahme oder lassen nur zu bestimmten Zeiten neue Teilnehmer zu. Oft werden Trauercafés oder –gruppen von erfahrenen Trauerbegleitern oder -begleiterinnen geleitet.

Hier ist es ratsam, vorher gut zu überlegen: Wird eine fortgesetzte Begleitung in einer vertrauten Gruppe gewünscht oder eher die offene, unverbindliche Begegnung gesucht? Erkundigen Sie sich, welche Gruppen vor Ort angeboten werden. Auskunft darüber gibt Ihre Kirchengemeinde oder die örtliche Diakonie.

Übersicht von Trauergruppen, -cafés, Seelsorgern und mehr

Eine Übersicht über Trauergruppen und Trauercafés in Hessen und Nassau (EKHN), aber auch von Seelsorgern in Gemeinden und Dekanaten sowie in Hospizdiensten haben wir in dieser Übersicht zusammengestellt.

Suche nach Ihrer Kirchengemeinde

 Hier finden Sie die Kontaktdaten Ihrer Kirchengemeinde.

Hilfe im Internet

Neben trauermitmir.de ist trauernetz.de eine sehr umfassende Webseite mit vielen Hilfsangeboten. Getragen von einigen großen evangelischen Landeskirchen, u.a. auch der EKHN, bietet es Trauernden die Möglichkeit, Gedenkseiten für ihre Verstorbenen anzulegen. Musik, Gebete und Lyrik, die den unterschiedlichen Gefühlen und Bedürfnissen in der Zeit der Trauer nachgehen, laden dazu ein, sich über die eigenen Empfindungen mehr Klarheit zu verschaffen.

Darüber hinaus enthält das Portal Kontaktangebote, ausführliche Literaturempfehlungen und Veranstaltungshinweise. Einmal im Jahr, zum Ewigkeitssonntag, laden die Herausgeber von Trauernetz zu einer Chatandacht ein. Während dieser Online-Andacht werden die Namen von Verstorbenen (auch wenn der Todesfall schon länger zurück liegt), die zuvor in ein Trauerbuch eingetragen werden können, eingeblendet. Alle Teilnehmenden sind währenddessen im Chat zu Gebet und Gedenken eingeladen.

„Pfarrer im Netz“ ist ein Angebot der EKHN, das kostenlose, kompetente und vertrauliche Online-Beratung anbietet. Interessierte können sich per E-Mail oder bei vertraulichen Anfragen über eine gesicherte Kommunikationsplattform an ein Team von Berater*innen mit persönlichen Schwerpunktthemen wenden.

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Danke an Anne Lüters für die Bereitstellung von Texten aus dem Themenspecial „Die Zeit der Trauer“ der Bayerischen Landeskirche.

Zum Themenspecial "Die Zeit der Trauer"

Alles rund um die Bestattung

Bei einem Todesfall ist an vieles zu denken, von bürokratischen Dingen bis zu Fragen der Bestattung. Deshalb soll die folgende Aufstellung möglichst unkompliziert dabei helfen, bei einem Todesfall die Übersicht zu behalten und die richtigen Schritte einzuleiten.

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Zur Übersicht (Online)

Artikel: Die Bestattung

Weiterführende Links

Die Bestattung: Ein Abschied, der zum Leben gehört

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Psychologische Beratungsstellen in der EKHN

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Zentrum Seelsorge und Beratung der EKHN

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Pfarrer im Netz

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Evangelische Telefonseelsorge mit Beratung per Chat

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AG Trauerseelsorge in der EKHN

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Beratungsangebote von Trauernetz

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